Luxus Zelte im roten Herzen Australiens.

Was wäre eine Australienreise ohne das Outback gesehen zu haben?  Eben! Und wenn du dich eh schon in das rote Herz wagst, warum nicht auch gleich direkt zum weltbekannten Uluru (früher Ayers Rock). Für mich war das überhaupt keine Frage! Ich musste den roten Sand und auch den Uluru unbedingt sehen.

Sobald du dich etwas intensiver mit einem Besuch des Uluru – Kata Tjuta National Parks beschäftigst, wird dir etwas auffallen: Die Entfernung zwischen dem Uluru und Alice Springs ist ganz schön groß. Es liegen fast 450 km, also etwa 5,5 Stunden Fahrt durchs Outback zwischen den beiden Stationen und doch werden beide Orte oft in einem Atemzug genannt. Wir wollten nicht mit den Auto fahren und sind deshalb geflogen.
Sowohl Alice Springs als auch viele andere große Städte bieten eine Verbindung zum Connellan Airport – auch  Ayers Rock Airport genannt – an. Dieser liegt nur ca. 25 km vom Uluru entfernt.

Glamping auf höchstem Niveau.

Du weißt, dass du aus dem Outback keine schnelle Nummer machen willst?  Du willst dich intensiv auf diese Landschaft und ihre Farben einlassen? Dann gibt es für dich nur ein Hotel dort: Das Longitude 131.  Diese Luxus-Lodge gehört als eine von 18 zu der „Luxury Lodges of Australia“ Gruppe. Sechs zu dieser Gruppe gehörende Lodges haben wir während unserer Rundreise bewohnt und wir waren immer begeistert.

Aufwachen und Einschlafen mit Blick auf den heiligen Felsen.

Das Longitude 131 ist das einzige Hotel, welches so nah am Uluru liegt. Aus jedem der 15 Luxuszelte hast du direkten Blick auf den heiligen Felsen.
Den Kern des Zeltes bildet das Bett, von dem aus du direkt durch die riesige Glasfront auf den Uluru schauen kannst. Das heißt, du siehst das prachtvolle Farbenspiel vom Bett aus – ein Traum! Im Luxuszelt sind lediglich Dusche und Toilette durch Wände bzw. Glas abgetrennt.  Die Glasfront nach draußen ist verspiegelt, so kann zumindest bei Tageslicht niemand von außen ins Zelt hinein schauen.

Das Interieur und die Dekoration vermitteln einen Hauch vom alten Entdeckergeist gepaart mit dem typischen klassischen britischen Design. Dieser Stil wird auch im Hauptzelt weitergeführt. Seit kurzer Zeit haben die Zelte auch einen Balkon mit Feuerstelle und Bett, in dem man auch unter den Sternen schlafen kann. Als wir 2015 dort waren, gab es dieses Highlight leider noch nicht.

Unendliche Weiten inklusive.

Der Empfang und das Restaurant sind in einem großen Hauptzelt untergebracht.
Oh! Jetzt fragst du dich vielleicht: Nur ein Restaurant? Ja! Mehr braucht es auch nicht, denn wir hatten das beste Dinner unseres Lebens: Auf einem kleinen Hügel nahe des Hotels wird das „Privat Dune Dinner“ serviert. Ganz alleine, nur mit einer rotschimmernden Kerze haben wir unter einem unvergesslichen Sternenhimmel ein 3 Gänge Menü genossen.
Der Sternenhimmel in Australien ist beeindruckend aber im Outback fühlst du dich, als ob du mitten im All sitzt. Die Milchstraße ist zum Greifen nah. Mir kommen jetzt noch Glückstränen, wenn ich daran denke. Ein absolutes MUSS und vorab frühzeitig zu buchen.

All you can… ist genießen!

Den ganzen Tag kannst du dich im Hauptzelt und in deiner Minibar an Getränken und kleinen Knabbereien bedienen. Frühstück, Mittagessen und Abendessen sind im Preis enthalten. Das gehört zum Service und auch zum Konzept der Baillie-Lodges, der auch die Southern Ocean Lodge auf Kangaroo Island angeschlossen ist.
Bei beiden Hotels wäre ein Restaurantbesuch außer Haus schwierig, denn drum rum ist außer Natur einfach wenig bis gar nichts. Und das ist auch gut so!

Uluru – Mehr als nur ein Felsen.

Eine ebenfalls zum Konzept gehörende Inklusivleistung ist das vielfältige Ausflugsprogramm. Jeden Tag kannst du an diversen Erkundungstouren teilnehmen.  Touren zum Uluru und Kata Tjuta sind selbstverständlich. Zusätzlich kannst du private Touren buchen. Wir haben einen privaten Helikopter-Rundflug im Sonnenaufgang über Uluru, Kata Tjuta und den Kings Canyon gebucht sowie eine kurze Wanderung durch den Kings Canyon. Es war phänomenal und dabei ist auch ein Großteil der Bilder aus meinem Beitrag „Das australische Outback – ohne Worte“ entstanden.

Eine schöne Veranstaltung ist auch der „Table 131″. An einer großen Tafel unterm Sternenhimmel, in Gesellschaft anderer Gäste erlebten wir eine Sternenführung und ein wunderbares Dinner. Später am Lagerfeuer fand eine Tanzvorführung durch Aborigines statt. Bedeutungen und Aussagen der Tänze wurden erklärt und viele Fragen wurden beantwortet. Irre spannend und aufschlussreich! Schau mal auf der Homepage des Hotels unter „Experience„, dort findest du alle möglichen Ausflüge und privaten Touren.
Übrigens wirst du auch auf den Touren zuvorkommend versorgt: Es gab immer ausreichend kühles Wasser und das brauchst du dort auch! Von kaltem Champagner am Uluru bis hinzu kleinen Canapés blieb kein Wunsch offen.

Teuer? Ja, aber jeden Dollar wert!

Pro Nacht pro Person: ca. 930 Euro. Mindestaufenthalt zwei Nächte. Macht also für zwei Nächte mit zwei Personen: 3.720 Euro
Neben den üblichen Annehmlichkeiten, die ein Hotel in der Preisklasse bietet, gehören der Transfer vom/zum Flughafen, die Getränke (alle Getränke – auch gute Weine, Champagner und andere Spirituosen) & Speisen sowie diverse Ausflüge zum Service.
Übrigens gibt es hier mitten im Outback eine Internetverbindung – natürlich auch inklusive. Ich empfehle dir das „Classic Uluru“ Paket zu nehmen, denn die drei Tage vergehen wie im Flug.  So kannst du auch ganz entspannt alle Touren mitmachen. Kosten: ca. 5.000 Euro für zwei Personen.

Fazit: Es war perfekt –  ohne sich abgehoben oder unlocker anzufühlen. Der Service war auf den Punkt, die Touren hervorragend organisiert, das Personal und die Guides immer herzlich und mit Leidenschaft bei der Sache. Ein unvergessliches Erlebnis mitten im Outback.
Wir kommen wieder und dann schlafen wir auch draußen auf dem Balkon. Nicht wahr, mein Schatz? 

>> Update: Im Herbst 2018 werden wir wieder 3 Tage im Longitude verbringen inklusive ganztägiger Outback-Führung.

Du willst noch mehr von Australien sehen? Schau mal hier:

Das Outback – ohne Worte

Whitehaven Beach & Great Barrier Reef – Ohne Worte

Australien – Überblick einer Luxusreise

Sehnsucht nach Australien: Teil 1 Sydney

Sehnsucht nach Australien Teil 2: Wolgan Valley / Blue Mountains

Hanson Bay – der schönste Ort der Welt!

Qualia Resort – Hamilton Island

Checkliste Australien

Packliste Australien

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26 Kommentare

  1. sina Antworten

    Wunderschöner Bericht! Ich bin damals von Alice Springs zum Uluru gefahren. Fand das auch ganz besonders so durchs Outback zu kommen. Die Entfernungen in Australien sind überall gigantisch! Wir haben in so einer für meine Sinne überteuerten ziemlich herabgekommenen Logde geschlafen (pioneer Outback). Wahnsinn was dein Hotel für die 2 Tage gekostet hat. Soviel hat mein ganzer Australientripp gekostet!
    xoxo & liebste Grüße
    Sina

    • Hallo Sina, es waren ja drei Tage 😉 Ich verstehe gut, dass du Freude an der Fahrt durchs Outback hattest. Das werden wir auch mal machen. Bei unserer Hochzeitsreise waren wir allerdings alle 3 bis 4 Nächte an einem anderen Ort und sind viel rumgekommen. Alle Stationen hätten wir mit dem Auto nicht in der Zeit geschafft, daher der Flieger. Am Ende ist es allerdings vollkommen egal wie toll oder teuer das Hotel ist. Das Outback/ das rote Herz ist das was zählt! Ganz herzliche Grüße Sabine

  2. Sophia Antworten

    This was a great guide! I’m going to keep coming back to your blog to practise my German and to keep updated on your adventures! I am actually moving to Germany shortly, so will look forward to looking through your blog for tips on what to do and see!

  3. Der Schatz Antworten

    Nein, wir schlafen nicht draußen!

  4. Eliane Antworten

    Erinnerungen werden wach an unsere eigene Hochzeitsreise vor 7 Jahren…
    Es war eine wundervolle Zeit und es freut mich, dass ihr die gleiche Tour macht.
    Traumhaftes Hotel… Traumhaftes Land. Lässiges Leben….
    Freue mich bald noch mehr von Dir zu lesen.

    • Liebe Eliane,
      herzlichen Dank für deinen Kommentar.
      Genau wie du es schreibst: Traumhafte Hotels. Traumhaftes Land. Lässiges Leben… Da gibt es nichts mehr hinzuzufügen.
      Viele Grüße
      Sabine

  5. Das ist soooo schön! Aber ich befürchte sowas kann ich mir in meinem ganzen Leben nicht leisten 🙁 Danke, dass du mich daran teilhaben lässt!

    Liebe Grüße
    Barbara

  6. Leider gaaanz weit außerhalb meiner Preisklasse, ich müsste wohl mein eigenes Zelt dort aufstellen, um die Atmosphäre des Uluru aufzusaugen und das Tor zur Traumzeit zu betreten.

  7. Also ich bin ja ein absoluter „Anti-Camper“, aber das lässt sich ja nun wirklich nicht mit Camping im wirklichen Sinne vergleichen. Das würde mir auch sehr viel Spaß machen.

    • „Anti-Camper“ sehr schön… Ich bin auch Mitglied in diesem Club 😉

  8. Beautiful photos, as always. 🙂 We can’t wait to visit Australia, and we would definitely like glamping there!

  9. Wow!!! Das Outback steht bei mir auch noch auf der Liste. Und diese Bilder vom Sonnenuntergang… Obwohl für mich das emotionalste Bild irgendwie die rote Hand ist, sie wirkt wie die pure Freude an diesem Ort zu sein.

    • Du hast es genau erfasst. Der emotionalste Moment war auch, als ich zum ersten Mal den roten Sand berührt habe. Dieser Ort ist einfach magisch. Mach es unbedingt!!!

  10. Schon sehr lustig diese Luxus Zelte dort im Outback zu sehen.

    Bei dem Foto mit dem roten Sand an der Hand fange ich richtig an das Outback zu vermissen.

    Ich glaube ich fahre nachher auf einen kleinen Tripp ins Outback.

    Grüße aus Australien

    • Hallo Vani,
      herzlichen Dank für deine Grüße.
      Ich vermisse das Outback auch aber mein Weg ist leider etwas länger als deiner.
      Viele Grüße nach OZ
      Sabine

  11. Bei meinem Ayers Rock Besuch habe ich seufzend die Luxus-Zelte beäugelt, wir haben die erste Nacht in der Jugendherberge genächtigt und dann unter dem Sternenhimmel. Der Anblick der Milchstraße über uns war trotzdem gigantisch und eindrucksvoll :-). Tolle Fotos von dem Luxus-Glamping! Liebe Grüße, Alexandra

    • Hallo Alexandra,
      der Sternenhimmel ist der wahre Luxus und unvergesslicher als jedes Hotel!
      Herzlichst
      Sabine

  12. Ohh, das sieht ja wahnsinnig schön aus und auch die Ausflüge und Angebote, die du beschreibst, klingen traumhaft!! Schade nur, dass es so teuer ist, aber wer weiß, vielleicht werde ich mir das eines Tages doch mal gönnen 😉 Danke für den Tipp und du hast definitiv eine regelmäßige Leserin mehr (mich :P)!

    Liebe Grüße,
    Jessy

  13. Klaus Antworten

    Ganz ehrlich, schöne Bilder und schöner Blog keine Frage… Aber findest du dieses Übertriebene an einem solchen Ort nicht einfach nur ekelhaft!?
    Warum muss man am Uluru mit einen Helikopter fliegen und warum Wein u.ä. trinken.
    Ich glaube wer so reist, hat von Australien nicht viel verstanden.

    Ich kann mir glücklicherweise auch Luxusurlaube leisten, aber so Australien zu bereisen ist m.E. nicht erstrebenswert, man verpasst viel typisches und es ist oft nicht respektvoll.
    Versucht es doch mal mit einem Camper, da gibt es auch luxoriöse (wenn man das braucht), das Erlebnis ist sicher ein besseres und einen Heli Flug über/am Uluru kann man sicher aus Respekt auch sein lassen…

    • Fratuschi Antworten

      Hallo Klaus,

      vielen Dank für deinen Kommentar. Ich freue mich, dass dir die Bilder und mein Blog gefallen, auch wenn sich dieser ausschließlich mit dem Thema Luxusreisen beschäftigt.
      Jeder reist auf eine andere Art und das ist auch gut so. Ich bin mir sicher, dass wir im 131 eine Menge über die Kultur der Aborigines gelernt haben und besonders die Führungen zum Uluru etc. sehr von Respekt geprägt waren. Das Hotel lehnt u.a. die Besteigung des Uluru ab. Was wir allerdings eh niemals wollten – aus Respekt! Wie sich andere Reisegruppen oder auch unorganisierte Touristen dort benommen haben, ist mir durchaus aufgefallen. Damit meine ich, dass alles angefasst werden musste oder auch mal Müll liegen gelassen wurde. Ich selbst habe gesehen wie eine Gruppe mit dem Camper gekommen ist, eine Dose Bier getrunken haben und diese dann dort liegen blieb. Aber dieses Verhalten würde ich jetzt niemals allen Campern anlasten.
      Auch glaube auch ich nicht, dass man das typische Australien nur vom Camper aus erlebt. Das „wahre“ Australien hat viele Facetten. Jeder findet seine Vorstellung von Australien und seinen Weg das Land zu bereisen. Es gibt auch Reisende die von ihrem Australienurlaub mit dem Wohnmobil oder als Backpacker auf tollen Reiseblogs berichten. Auch das lese ich sehr gerne und erfreue mich an den Erlebnissen von denen sie erzählen.
      Herzliche Grüße und schöne Reisen!
      Sabine

  14. Liebe Sabine,
    erst Mitte letzter Woche wurde ich durch einen langen Zeitungsartikel zurück nach Australien gebeamt 🙂
    Es ist einfach traumhaft wie viele Möglichkeiten und großartige Erlebnisse dieser Kontinent zu bieten hat.
    Glamping mag ich sehr und die Kombination mit Australien hat wirklich was 😉

    Liebe Grüße, Katja

    • Fratuschi Antworten

      Hallo Katja,
      auch dieses Jahr werden wir in Australien wieder glampen. Erneut im Longitude und in Westaustralien am Ningaloo Reef.
      Australien beeindruckt einfach nachhaltig!
      Liebe Grüße
      Sabine

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